„Im Straßenverkehr ist es gelungen, für Autos eine internationale Bildsprache zu etablieren: Die Verkehrsschilder. So müsste es doch auch möglich sein, für unser Zusammenleben eine neue Bildsprache zu entwickeln und zu etablieren: Die Verkehrsschilder der Gerechtigkeit!“ (Johannes Volkmann)
Seit Mittwoch stehen vier dieser Zeichen, die zu mehr Respekt, Toleranz, Gleichberechtigung oder Achtung und Frieden aufrufen sollen, vor dem Haupteingang unserer Schule und machen deutlich, dass wir als große Schulfamilie aufeinander aufpassen und Wert darauflegen, nicht nur friedlich und respektvoll miteinander umzugehen, sondern dass wir an unserer COII jegliche Form von Gewalt und Rassismus, ebenso Ausgrenzung, Zerstörung und Mobbing ablehnen und keinesfalls dulden.
Wir sind eine vielfältige und bunte Gemeinschaft, die trotz aller Unterschiede zusammenhält, aufeinander Acht gibt und gemeinsam wächst. Man gibt sich die Hand und sagt ganz klar, wenn du hier weitergehst, in die Schule eintrittst und Teil der COII-Familie wirst, betrittst du einen „gerechten“ Raum, der alle gleichbehandelt und keinen ausgrenzt.
Um das zu unterstreichen, kam der Künstler und Erschaffer der „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“, Johannes Volkmann, am Mittwoch an unsere Schule, um mit ausgewählten Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Jahrgangsstufen einen Workshop abzuhalten, an dessen Ende das Aufstellen und Anbringen besagter Verkehrsregeln stand.
In kreativen Stunden setzten sich die Jungen und Mädchen intensiv mit den Botschaften der Verkehrsschilder auseinander und diskutierten, wo man diese an der COII aufstellen sollte. Welches Ziel und welcher Wert sind uns an unserer Schule am wichtigsten oder welche Stelle des etwas anderen Straßenschildes unterstreicht die „Message“ des Zusammenlebens am besten?
Verkehrsschilder richten sich an alle Verkehrsteilnehmer. Wir alle verstehen sie und halten sie ein. Sie regeln den Umgang im Straßenverkehr, sind Grundlage dafür, dass kein Unfall geschieht und niemandem etwas passiert. Ein jeder kennt die Botschaft der runden, eckigen, roten, gelben Schilder. In jedem Land der Erde gelten sie. Sie sind genormt und unmissverständlich. An unserer COII stellen wir mit diesen „etwas anderen Metallschildern“ unsere Regeln und unsere Botschaft dar und klar: Hier geht es ums Miteinander – ein Für-, kein Gegeneinander.
Ein großer Dank geht an den Elternbeirat – vor allem an Elternbeirätin Michaela Licht –sowie Verbindungslehrerin Julia Brückner als Hauptverantwortliche des Projekts.
